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Prof. Dr. med. Athanassios Dellas

Programmleiter
Prof. Dr. med. Athanassios Dellas 

Antworten auf die meist gestellten Fragen zur Mammografie finden Sie hier.

Die Mammografie ist eine spezielle Röntgenaufnahme der Brust. In der Mammografie sind bereits ganz kleine Tumore sichtbar, lange bevor sie mit der Hand spürbar oder durch andere Symptome erkennbar sind. Die Mammografie gilt als wissenschaftlich anerkannte und von vielen Fachpersonen und Organisationen empfohlene Massnahme zur Früherkennung von Brustkrebs.

Bestimmte Krankheiten sind zu Beginn oft nicht spürbar. Daher gibt es für diese Krankheiten ärztliche Untersuchungen, die – regelmässig durchgeführt – Veränderungen im Körper frühzeitig feststellen können. Solche Untersuchungen heissen Früherkennungsuntersuchungen. Ziel der Früherkennungsuntersuchung ist es, eine Krankheit möglichst früh zu erkennen, damit sie frühzeitig behandelt werden kann. Untersuchungen zur Erkennung von Gebärmutterhalskrebs oder Röntgenaufnahmen der Brust (Mammografien) zur Erkennung von Brustkrebs sind Beispiele für solche Früherkennungsuntersuchungen. Früherkennungsuntersuchungen werden individuell oder im Rahmen eines Programms bei spezifischen Bevölkerungsgruppen durchgeführt.

Screening ist ein englisches Wort für Früherkennungsuntersuchungen, welche bei spezifischen Bevölkerungsgruppen durchgeführt werden.

Die systematische Durchführung von Mammografien innerhalb eines Programms zur Brustkrebs-Früherkennung wird auch Mammografie-Screening oder Brust-Screening genannt. In der Schweiz führen verschiedene Kantone solche Brustkrebs-Früherkennungsprogramme durch. 

Ein Brustkrebs-Früherkennungsprogramm bietet Frauen ab 50 Jahren an, alle zwei Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen. Die Kosten dafür werden grösstenteils von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. Mit solchen regelmässigen Untersuchungen können die Heilungschancen und die Lebenserwartung von Frauen mit Brustkrebs erhöht werden. Die Brustkrebssterblichkeit wird durch ein qualitätskontrolliertes Mammografie-Screening um bis zu 20-25% gesenkt. Die Brustkrebs-Früherkennungsprogramme unterliegen hohen Qualitätsnormen, die regelmässig überprüft werden. So durchlaufen alle Fachpersonen eine spezielle Weiterbildung. Die Mammografie-Aufnahmen werden von speziell qualifizierten Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie (MTRA) erstellt. Jede Mammografie wird von zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt, und wenn diese nicht zum selben Resultat kommen, wird ein/e weitere/r erfahrene/r Radiologin/Radiologe beigezogen. Auch die Geräte, mit denen die Mammografien durchgeführt werden, unterliegen strengen Qualitätskontrollen. Die Strahlenbelastung ist dank neuster Technik sehr gering. Mammografien, die im Rahmen eines kantonalen Früherkennungsprogramms durchgeführt werden, können nur in zugelassenen Röntgeninstituten, welche die festgelegten Qualitätskriterien erfüllen, erstellt werden.

  • Ziel des Programms ist es, Brustkrebs-Tumore in einem möglichst frühen Stadium zu entdecken, in dem sie noch klein sind, möglichst unter 10 mm Durchmesser. Je kleiner der Tumor, desto besser die Heilungschancen.
  • An Brustkrebs erkrankten Frauen durch eine frühzeitige Diagnose eine schonende Behandlung und damit mehr Lebensqualität zu bieten.
  • Die Überlebenschancen im Fall einer bösartigen Erkrankung zu verbessern.
  • Überflüssige Eingriffe zu vermeiden, wenn sich Tumore als gutartig herausstellen.
  • Die Qualität der Brustkrebs-Früherkennung weiter zu steigern.
  • Die Brustkrebs-Sterblichkeitsrate langfristig zu reduzieren. 

Alle im Kanton Basel-Stadt wohnhaften Frauen ab 50 Jahren sowie Grenzgängerinnen mit einer Schweizer Krankenversicherung, haben – unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Aufenthaltsstatus – das Recht, am Programm teilzunehmen. 

Sie erhalten automatisch alle zwei Jahre bis zum 74. Altersjahr eine persönliche Einladung vom Mammografie-Screening-Programmzentrum des Kantons Basel-Stadt, um eine Mammografie durchführen zu lassen.

Studien über die Wirksamkeit der Brustkrebs-Früherkennungsprogramme zeigen, dass die Brustkrebs-Sterblichkeit bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren erheblich verringert wurde. Gegenwärtig ist die Wirksamkeit der Screening-Mammografie bei jüngeren Frauen nicht erwiesen, da das Brustgewebe vor der Menopause dichter und durch eine Mammografie schwieriger zu beurteilen ist.

Die Kosten für die Früherkennungs-Mammografie werden von Ihrer Krankenkasse übernommen. Sie selber bezahlen nur den Selbstbehalt von rund CHF 20.-.

Die Untersuchung können Sie an einem der sechs qualifizierten Röntgeninstitute des Kantons Basel-Stadt durchführen lassen. Eine Liste der Röntgeninstitute und deren Kontaktinformationen finden Sie hier.

Sie haben zwei Möglichkeiten:

  • Anmeldung per Telefon direkt bei einem der sechs qualifizierten Röntgeninstitute
  • Anmeldung online

Brauchen Sie Unterstützung bei der Terminvereinbarung? Dann rufen Sie bitte direkt im Programmzentrum an: Telefon 061 319 91 70.

Die Mammografie in einem organisierten Brustkrebs-Früherkennungsprogramm stellt sicher, dass

  • die Geräte dem neusten technischen Standard entsprechen.
  • die MTRA (Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie), welche die Aufnahmen erstellen, sowie die Radiologinnen/Radiologen, welche die Bilder beurteilen, speziell dafür qualifiziert sind.
  • die Aufnahmen von zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt werden.
  • sowohl die Technik als auch die Tätigkeit aller Fachleute kontinuierlich auf höchste Qualität überwacht wird.

Ein weiterer Vorteil ist die Finanzierung der Untersuchung. Die Mammografie im Rahmen des qualitätskontrollierten Programms im Kanton Basel-Stadt ist eine Pflichtleistung der Grundversicherung, welche von der Franchise befreit ist. Die Frau muss lediglich den Selbstbehalt von 10% (rund 20.- Franken) übernehmen.

Die Mammografie kann Brustkrebs nicht verhindern. Doch durch die Mammografie kann Brustkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden. Und je kleiner der Tumor, desto besser die Heilungschancen. Es ist wichtig, dass Frauen Veränderungen an ihrer Brust jederzeit ernst nehmen und eine Ärztin/einen Arzt aufsuchen. Eine frühzeitige Erkennung erhöht die Heilungschancen und erlaubt eine schonendere Behandlung mit geringeren Nebenwirkungen und damit eine bessere Lebensqualität.

Ja. Sie wählen selbst, wann und wo Sie eine Mammografie durchführen lassen wollen. Wenn Sie Fragen zur Untersuchung haben oder nicht wissen, ob Sie diese aufgrund Ihrer Krankengeschichte oder familiären Vorbelastung häufiger durchführen lassen sollten, lassen Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten.

Nein, dies ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Zur Zeit ist die Wirksamkeit der Screening-Mammografie bei jüngeren Frauen nicht ausreichend erwiesen, da das Brustgewebe vor der Menopause dichter und durch eine Mammografie schwieriger zu beurteilen ist.

Im Kanton Basel-Stadt werden alle Frauen von 50 bis 74 Jahren alle zwei Jahre automatisch eingeladen. Frauen ab dem 75. Lebensjahr werden zwar nicht mehr eingeladen, können jedoch gerne im Programmzentrum unter Telefon 061 319 91 70 einen Termin vereinbaren. Auch diese Frauen bezahlen lediglich den Selbstbehalt von 20.- Franken.

Falls Sie sich bereits jetzt für eine Teilnahme entschieden haben und nicht auf die automatische Einladung warten möchten, können Sie uns über das Kontaktformular oder unter 061 319 91 70 kontaktieren.

Ja. Denn Brustkrebs ist zu Beginn oft nicht spürbar. Deshalb gibt es die Mammografie, mit der Brustkrebs bereits in einem sehr frühen Stadium entdeckt werden kann. Je kleiner der Tumor, desto besser die Heilungschancen.

Ja, wenn:

  • Ihre letzte Mammografie weniger als zwei Jahre zurück liegt,
  • Sie bereits einen Tumor hatten,
  • Sie Implantate haben oder
  • kürzlich ein Problem an Ihren Brüsten festgestellt haben,

bitten wir Sie, eine Teilnahme am Mammografie-Screening zuvor mit Ihrer Ärztin / Ihrem Arzt zu besprechen.

Bei Frauen, die an einem Früherkennungsprogramm teilnehmen, wird Brustkrebs im Allgemeinen früher erkannt. Die Mammografie-Untersuchung steht in den Kantonen, die ein solches Programm anbieten, allen Frauen zwischen 50 und 74 Jahren zur Verfügung. Die Kosten für die Mammografie, die im Rahmen eines Früherkennungsprogramms durchgeführt wird, werden dabei von der Grundversicherung der Krankenkasse übernommen. Es ist lediglich der Selbstbehalt von rund 20.- Franken zu bezahlen.

Frühzeitige Erkennung
Eine Mammografie , die im Rahmen eines Früherkennungsprogramms durchgeführt wird, ist derzeit die empfohlene Methode, um Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren frühzeitig zu erkennen. Mit einer Mammografie können bereits kleine Vorstufen von Tumoren entdeckt werden, die meist noch keine Ableger (Metastasen) gebildet haben. Dies verbessert die Überlebens- und Heilungschancen erheblich.

Schonende Behandlung
Durch das frühzeitige Entdecken der Tumore können Frauen schonend behandelt werden. So kann zum Beispiel bei einer Operation die Brust oft erhalten bleiben. Teilweise ist auch der Einsatz von Chemotherapie nicht nötig.

Bessere Lebensqualität
Eine schonendere Behandlung hat weniger Nebenwirkungen und kleinere Auswirkungen auf die Lebensqualität.

Reduktion der Brustkrebstodesfälle

In der Schweiz sterben in der Altersgruppe der 55- bis 69-jährigen Frauen jährlich über 550 Frauen an Brustkrebs. Durch die frühzeitige Erkennung und die verbesserten Behandlungsmöglichkeiten können die durch Brustkrebs verursachten Todesfälle um bis zu 25 Prozent reduziert werden. Diese Reduktion der Brustkrebstodesfälle um 25 Prozent kann jährlich 140 Frauen das Leben retten.

Beruhigung
Gemäss Statistik der organisierten Früherkennungs-Programme können 95 Prozent der untersuchten Frauen beruhigt werden, da die Resultate ihrer Mammografie unauffällig ausfallen. Für Mammografien ausserhalb der organisierten Programme sind keine statistischen Angaben mit diesbezüglichen Aussagen verfügbar. 

Qualität
Mammografien, die im Rahmen eines Früherkennungsprogramms durchgeführt werden, zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus weil:

  • die Programme hohe nationale und internationale Qualitätskriterien befolgen;
  • die Röntgengeräte hohen Qualitätskriterien entsprechen und strengen Kontrollen unterliegen;
  • gut ausgebildete Fachpersonen für medizinisch-technische Radiologie dafür sorgen, dass die Mammografien in optimaler Qualität hergestellt werden;
  • diese Bilder von zwei speziell geschulten Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt werden und bei unterschiedlichen Ergebnissen noch eine weitere Radiologin/ein weiterer Radiologe hinzugezogen wird;
  • die Qualität der Programme durch eine regelmässige Überprüfung und Messung der Resultate (Evaluation) ständig weiterentwickelt wird.

Falsch-positive Resultate der Mammografie 
Werden bei der Mammografie Auffälligkeiten entdeckt, müssen diese vertieft abgeklärt werden, um ein genaues Resultat zu erhalten. In den meisten Fällen stellt sich jedoch bei den weiteren Abklärungen heraus, dass die entdeckten Veränderungen in der Brust gutartig sind und kein Brustkrebs vorliegt. In diesen Fällen wird von falsch-positiven Resultaten gesprochen.

Falsch-negative Resultate der Mammografie
Gelegentlich kommt es vor, dass der Brustkrebs bei der Mammografie-Untersuchung nicht erkannt wird. Diese seltene Situation kann in den folgenden Fällen auftreten:

  • Ein Tumor in der Brust, der radiologisch nicht nachgewiesen werden kann und auf der Mammografie nicht sichtbar ist (okkulter Tumor).
  • Ein Tumor wächst zwischen zwei Mammografie-Untersuchungen: Bedingt durch das Risiko, dass ein Brustkrebs auch zwischen den zweijährlich stattfindenden Mammografie-Untersuchungen wachsen kann, sollten Frauen, die ein erblich erhöhtes Risiko für Brustkrebs oder eine gutartige Veränderung der Brust haben, die mit einem erhöhten Risiko einer Brustkrebserkrankung einhergeht, die Untersuchung häufiger als alle zwei Jahre durchführen lassen.
  • Bei einem falsch negativen Resultat der Mammografie war der Tumor vorhanden, wurde aber nicht erkannt. Dieser Fall tritt nur selten ein, doch bedeutet er für die betroffene Frau bedauerlicherweise eine verlorene Chance. Um die Zahl der falsch negativen Diagnosen zu senken bzw. zu minimieren, schreibt das Brustkrebs-Füherkennungsprogramm vor, dass jedes Röntgenbild von zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt wird. Bei unterschiedlichen Ergebnissen wird zudem noch eine weitere Radiologin/ein weiterer Radiologe hinzugezogen.

Überdiagnose
Damit sind Brustkrebserkrankungen gemeint, die ohne Mammografie gar nie entdeckt worden wären. Der Brustkrebs hätte für die betroffene Frau zu Lebzeiten wohl keine Beschwerden hervorgerufen und somit keine Bedeutung gehabt. Da man zum Zeitpunkt der Diagnose nicht weiss, wie sich der Tumor weiter entwickelt und ob er gesundheitliche Probleme verursachen wird oder nicht, wird die Frau in der Regel gegen Brustkrebs behandelt.

Bei Entdeckung kann der Krankheitsverlauf nicht mehr beeinflusst werden
Es ist möglich, dass der Tumor bei der Mammografie-Untersuchung in einem Stadium entdeckt wird, in dem eine Heilung nicht mehr möglich ist. In diesem Fall leben die betroffenen Frauen mit dem Wissen um die Krankheit länger.

Strahlenbelastung beim Röntgen
 
Die Strahlenbelastung ist dank der Verwendung von Röntgengeräten guter Qualität und der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen sehr gering. Zum Vergleich: Die Strahlungsdosis einer Mammografie entspricht der natürlichen Strahlung, der man während eines Atlantikflugs – also zum Beispiel während einer Flugreise von Zürich nach New York – ausgesetzt ist.

Vor der Untersuchung

  • Terminwahl: Haben Sie noch regelmässige Monatsblutungen? Dann sollten Sie den Termin für die Mammografie-Untersuchung auf die Tage nach Beginn Ihrer Monatsblutung festlegen, weil Ihre Brüste dann weniger empfindlich sind.
  • Wenn Sie bei der Mammografie-Untersuchung von einer weiblichen Fachperson betreut werden möchten, teilen Sie das bitte unbedingt bei der Terminvereinbarung mit.
  • Füllen Sie bitte den Gesundheitsfragebogen, den Sie mit der Einladung zur Mammografie-Untersuchung erhalten haben, aus und bringen Sie diesen zur Untersuchung mit.

Am Tag der Untersuchung

  • Tragen Sie wenn möglich ein Kleidungsstück (z.B. Bluse, Pullover), das Sie leicht ausziehen können, denn die Röntgenaufnahme der Brust wird am freien Oberkörper durchgeführt.
  • Sie sollten an diesem Tag weder auf der Brust noch in den Achselhöhlen Deodorant, Puder, Bodylotion oder Parfüm auftragen.
  • Tragen Sie für die Untersuchung keinen Schmuck am Oberkörper (Halskette etc.).

Nein. Sämtliche Studien haben nachgewiesen, dass regelmässige Ultraschalluntersuchungen keinen Nutzen zur Reduktion der Brustkrebs-Sterblichkeit bringen. Dies erklärt sich aus der Tatsache, dass mit Ultraschall kleinste Verkalkungen, die oft ein Frühsymptom von Krebs sind, nicht gesehen werden. Mit einer Mammografie können diese aber entdeckt werden.

Senden Sie uns bitte den ausgefüllten Antworttalon, der mit der Einladung verschickt wurde, zurück.

Röntgenstrahlen - egal aus welcher Quelle - können das Erbgut der Zellen schädigen und so Krebs verursachen, wobei das Gewebe in jüngeren Personen anfälliger dafür ist als das Gewebe bei Älteren. Das Risiko für Strahlenschäden durch die digitale Mammografie ist nach Expertenmeinung aber gering. Die Strahlenbelastung ist dank der Verwendung moderner Röntgengeräten guter Qualität und der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen verhältnissmässig gering. Im Rahmen des Screening Programms Basel werden ausschliesslich digitale Mammografien erstellt.  Die Strahlendosis beträgt ungefähr 0,2 - 0,3 Milli-Sievert (mSv). Das ist etwa ein Zehntel der Strahlungsmenge, die - ausgehend vom Weltall, von Gesteinen und natürlichen Gasen - auf jeden Bürger pro Jahr einwirkt (durchschnittlich 2,4 mSv). Im Gegensatz zur natürlichen Strahlung, wird die Röntgenstrahlung bei der Mammografie auf die Brust limitiert und sie trifft nicht den ganzen Körper.

Um ein optimales Bild zu erhalten, wird jede Brust während einiger Sekunden zwischen zwei Platten zusammengedrückt. Dies ermöglicht es:

  • die Überlagerung des Gewebes zu verringern, was die Beurteilung der Abbildungen vereinfacht,
  • die Kontraste und die Bildschärfe zu erhöhen,
  • die benötigte Strahlendosis erheblich zu reduzieren.

Dieser Moment kann als unangenehm empfunden werden, ist jedoch nur von kurzer Dauer. Dabei zeigt das Gerät an, wenn die optimale Kompression erreicht ist. So werden einerseits die bestmöglichste Bildqualität und andererseits der Einsatz einer möglichst geringen Strahlendosis gewährleistet. Frauen, die noch regelmässig Monatsblutungen haben, wird empfohlen, den Termin für die Mammografie-Untersuchung auf die Tage nach Beginn der Monatsblutung festzulegen. Dann sind die Brüste weniger empfindlich. Wenn Sie blutgerinnungshemmende Medikamente einnehmen, teilen Sie das bitte vor Ort im Röntgeninstitut der Fachperson für medizinisch-technische Radiologie MTRA mit.

Kein bildgebendes Verfahren ist unfehlbar. Es kann vorkommen, dass ein falsch positiver oder falsch negativer Befund erhoben wird (siehe Erklärungen weiter oben). Derzeit gilt die Mammografie, die im Rahmen eines Früherkennungsprogramms durchgeführt wird, als die empfohlene Methode, um Brustkrebs bei Frauen zwischen 50 und 74 Jahren frühzeitig zu erkennen. Anders als bei Mammografien, die ausserhalb des Brustkrebs-Früherkennungsprogramms durchgeführt werden, werden die Bilder von zwei speziell geschulten Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt. Bei unterschiedlichen Ergebnissen wird noch eine weitere Radiologin/ ein weiterer Radiologe hinzugezogen. Dies verringert das Risiko einer Fehldiagnose.

Sie erhalten das Resultat innerhalb von acht Arbeitstagen. Jedes Röntgenbild wird von mindestens zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander beurteilt. Sie werden schriftlich über das Ergebnis der Beurteilung Ihrer Mammografie informiert. Wenn Sie es im Gesundheitsfragebogen angeben, wird das Resultat auch Ihrer Frauenärztin / Ihrem Frauenarzt und Ihrer Vertrauensärztin/Ihrem Vertrauensarzt mitgeteilt.

Das Ergebnis kann…

  • negativ sein: Auf der Mammografie ist keine verdächtige Stelle zu erkennen.
  • positiv sein: Auf der Mammografie ist eine Veränderung sichtbar, deren Ursache weiter abgeklärt werden muss. Dies bedeutet aber nicht, dass ein Brustkrebs vorliegt. Es kann sich auch um eine Stelle mit erhöhter Gewebedichte oder Unregelmässigkeiten (Aufbau der Brustdrüse) handeln oder um kleinste Kalkdepots (Mikroverkalkungen). Um abzuklären, ob tatsächlich eine Erkrankung vorliegt, müssen ergänzende Untersuchungen durchgeführt werden: beispielsweise ein Ultraschall, eine Magnetresonanztomographie (MRI) oder eine Gewebsentnahme an der Brust.

...Sie bereits Veränderungen an Ihrer Brust festgestellt haben?

  • Dann warten Sie nicht auf die Einladung durch das Früherkennungsprogramm, sondern wenden Sie sich direkt an Ihre Ärztin/Ihren Arzt.

....Sie schon einmal Brustkrebs hatten?

  • In diesem Fall informieren Sie sich bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt darüber, welche Kontrolluntersuchungen für Sie am besten sind.

...Ihre Mutter, Schwester oder Tochter an Brustkrebs erkrankt ist?

  • Dann sollten Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten lassen oder sich an das Mammografie-Screening-Programm des Kantons Basel-Stadt wenden.

...Sie Implantate haben?

  • Dann sollten Sie sich von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt beraten lassen oder sich an das Mammografie-Screening-Programm des Kantons Basel-Stadt wenden.

…Sie jünger als 50 Jahre sind und dieses Thema Sie beschäftigt?

  • Dann empfehlen wir Ihnen, dies mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt zu besprechen.

In der jährlichen gynäkologischen Kontrolle bei Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt haben Sie die Möglichkeit, im vertrauten Rahmen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt zu sprechen. Die Mammografie im Rahmen des Früherkennungsprogramms ist eine ergänzende Untersuchung zur Jahreskontrolle. Nach der Mammografie-Untersuchung beurteilen zwei Radiologinnen/Radiologen unabhängig voneinander die Mammografie-Aufnahmen. Das dient der besonderen Qualitätssicherung und braucht etwas Zeit. Aus diesem Grund kann Ihnen im Röntgeninstitut direkt nach der Untersuchung keine Auskunft über das Ergebnis gegeben werden.

Frauen ab dem 50. Lebensjahr wird empfohlen, alle zwei Jahre eine Mammografie durchführen zu lassen. Ab diesem Alter entwickeln sich die meisten Tumore langsamer, was eine Diagnose im Frühstadium ermöglicht. Bei häufigeren Untersuchungen werden die Brüste einer vermehrten Strahlenbelastung ausgesetzt, und die Chance, einen Tumor zu entdecken, der sich in der Zwischenzeit entwickelt hat, ist relativ gering. Wird dieses Intervall von zwei Jahren jedoch überschritten, erhöht sich das Risiko, Brustkrebs erst in einem bereits fortgeschrittenen Stadium zu entdecken.

  • Sie müssen insgesamt 20 bis 30 Minuten einplanen. Die eigentliche Röntgenuntersuchung dauert aber nur wenige Minuten.
  • Die Untersuchung wird von speziell ausgebildeten Fachpersonen durchgeführt.
  • Zur Erstellung der Röntgenaufnahmen müssen Sie sich bis zur Taille ausziehen.
  • Um ein optimales Bild zu erhalten, wird jede Brust während einiger Sekunden zwischen zwei Platten zusammengedrückt. Dieser Moment kann deshalb als unangenehm empfunden werden, ist jedoch nur von kurzer Dauer.
  • Die Röntgenaufnahmen werden von zwei Radiologinnen / Radiologen unabhängig voneinander beurteilt.
  • Wenn sie zu einer unterschiedlichen Beurteilung kommen, wird eine weitere Radiologin / ein weiterer Radiologe beigezogen. Deshalb gibt es zum Zeitpunkt der Untersuchung auch keine Besprechung mit einer Ärztin / einem Arzt.