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Krebsliga beider BaselVorsorge & FrüherkennungAbstimmungskampagne "Kinder ohne Tabak"Vorsorge & Früherkennung

Kinder ohne Tabak – JA am 13. Februar

Werbung bringt Kinder und Jugendliche zum Rauchen

Stimmen Sie JA am 13. Februar für unsere Volksinitiative «Kinder ohne Tabak», damit Kinder und Jugendliche endlich richtig vor Tabakwerbung geschützt werden und sich gesund entwickeln können.

Prof. Dr. med. Markus von Flüe
Vorstandsmitglied Krebsliga beider Basel und Chefarzt Viszeralchirurgie im Clarunis - Universitäres Bauchzentrum Basel.

Rauchen schädigt die Gesundheit und verursacht schwere Krankheiten. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit dem Konsum. Wir sind als Gesellschaft verpflichtet unsere Kinder und Jugendlichen wirksam vor Tabakwerbung zu schützen.

Dr. med. Alexander Dieterle

Dr. med. Alexander Dieterle
Vizepräsident Krebsliga beider Basel und Facharzt FMH für Innere Medizin, Onkologie und Hämatologie

Auf Kinder und Jugendliche zielende Tabakwerbung ist verwerflich. Unsere Jugend soll in Zukunft keiner Werbung für schädliche Produkte gewissenloser Tabakkonzerne mehr ausgesetzt sein. Als Familienvater und Arzt setze ich mich für einen wirksamen Jugendschutz ein.

Michèle Leuenberger-Morf
Geschäftsführerin und CEO Krebsliga beider Basel

Als Gesellschaft sollten wir Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen übernehmen und als Mutter von drei Jugendlichen ist es mir wichtig, die jungen Menschen in unserer Gesellschaft besonders vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Der Schutz vor Tabakwerbung ist ein wichtiger Meilenstein für eine gesunde Entwicklung der künftigen Generation. Gemeinsam sind wir stärker und stimmen JA für die Gesundheit und Zukunft unserer Kinder und Jugend.

Dr. rer. pol. Peter Eichenberger
Direktor St. Claraspital AG

Der Tabakkonsum stellt heute eine Hauptursache für vermeidbare Todesfälle dar. Mit einem JA am 13. Februar investieren wir in die Zukunft und in die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen.

Tabak ist der grösste Risikofaktor für Krebs – und vermeidbar

Wir wollen Kinder und Jugendliche vor Tabak schützen! Einschränkung der Tabakwerbung ist eine geeignete Massnahme, denn …

  • Tabakwerbung wirkt: Je häufiger Kinder und Jugendliche mit Tabakwerbung in Kontakt kommen, desto eher beginnen sie mit dem Rauchen.
  • Minderjährige dürfen keine Tabakprodukte kaufen. Konsequenterweise darf Tabakwerbung Kinder und Jugendliche auch nicht erreichen.
  • Es ist falsch, Kinder und Jugendliche weiterhin der Werbung für schädliche Tabakprodukte auszusetzen.

Tabak ist der grösste vermeidbare Risikofaktor für die meisten chronischen Krankheiten: verschiedene Krebsarten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Erkrankungen der Atemwege etc.

Pro Jahr sterben rund 9500 Personen als Folge des Rauchens. Das waren im Jahr 2021 sechs Mal mehr Tote als alle Todesfälle durch Verkehrsunfälle, Drogenkonsum, AIDS und Selbstmord zusammen.

Lungenkrebs ist die Krebsart, die in der Schweiz die meisten Todesopfer verursacht. Neun von zehn Lungenkrebsfälle sind auf Tabak zurückzuführen. Die krebsauslösenden Stoffe im Rauch schädigen aber nicht nur die Lunge, sondern den gesamten Körper. Raucherinnen und Raucher haben auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, an weiteren Krebsarten wie beispielsweise Mundhöhlen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Bauchspeicheldrüsen- oder Blasenkrebs zu erkranken als Nichtrauchende gleichen Alters.

21 % der 15- bis 19-Jährigen rauchen gelegentlich oder regelmässig Tabakprodukte. Das muss gestoppt werden.

Studien zeigen, dass mehr als die Hälfte aller Raucherinnen und Raucher vor ihrem 18. Lebensjahr mit Rauchen begonnen haben. Wer dagegen bis zu seinem 21. Lebensjahr nicht zur Zigarette greift, lässt dies mit grosser Wahrscheinlichkeit das ganze Leben lang bleiben.

Entscheidend ist deshalb, dass möglichst wenig junge Menschen überhaupt mit dem Rauchen beginnen. An diesem Punkt muss wirksame Prävention ansetzen.

Wenn Jugendliche den Einstieg in den Tabakkonsum gemacht haben, finden sie einen Weg, sich die entsprechenden Produkte zu beschaffen.

Laut einer neuen Studie der Uni Basel hat die Einführung des Schutzalters in verschiedenen Kantonen in der Schweiz und in der EU kaum eine Senkung der Raucherquote unter den Jugendlichen gebracht.

Wir fordern kein generelles Tabakwerbeverbot. Informierte Erwachsene können eigenverantwortlich entscheiden und konsumieren. Sie sind sich der (langfristigen) Konsequenzen bewusst.

Tabakkonsum belastet die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Allein die Gesundheitskosten durch das Rauchen belaufen sich jedes Jahr auf 3 Milliarden Franken. Tabakkonsum verursacht auch indirekte Kosten: Durch den temporären oder dauerhaften Arbeitsausfall von Mitarbeitenden entstehen der Wirtschaft jährliche Verluste in Milliardenhöhe.

Der volkswirtschaftliche Verlust ist ein X-Faches der Summe, die der Werbewirtschaft und Veranstaltern durch eingeschränkte Werbung entgehen würden. Tabakwerbung, die nur Erwachsene erreicht, ist weiterhin erlaubt.

Allfällige Mindereinnahmen in der AHV können problemlos durch die Einsparungen der direkten und indirekten Kosten des Tabakkonsums kompensiert werden.

Der Schutz der Kinder und Jugendlichen ist wichtiger als wirtschaftliche Interessen.

Die Parlamentsmehrheit hat sich gegen einen wirkungsvollen Jugendschutz im Tabakproduktegesetz ausgesprochen. Diese Politiker und Politikerinnen stellen damit die Interessen der Tabak- und Werbeindustrie über das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen.

Der Gegenvorschlag ist eine Alibiübung: Im neuen Tabakproduktegesetz sind genau jene Werbearten weiterhin erlaubt, die besonders viele Jugendliche erreichen.

Aktuell ist Werbung in Gratiszeitungen, an Kiosken, im Internet und damit in allen sozialen Medien sowie an Festivals weiterhin möglich – also genau dort, wo Jugendliche unterwegs sind. Auch das Verteilen von Werbegadgets (die oft Jugendliche erreichen) ist weiterhin erlaubt. Einzig auf Plakaten und im Kino sollen Tabakprodukte nicht mehr beworben werden dürfen. Dies ist schon jetzt in vielen Kantonen verboten.

Die Schweiz ist das europäische Schlusslicht in der Tabakprävention. Alle Länder Europas und die meisten Länder der Welt gehen weiter als die Schweiz – die Forderungen der Initiative sind also bescheiden. 

Der Einfluss der Tabaklobby auf die Schweizer Politik ist gross. Der internationale Tabaklobby-Index 2021 zeigt, dass unter den untersuchten 80 Ländern die Schweiz den unrühmlichen zweitletzten Platz belegt.

Zahlreiche Ärzteverbände, Gesundheitsorganisationen, Sportverbände und Jugendorganisationen unterstützen die Anliegen der Initiative «Kinder ohne Tabak».

JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 | Joëlle
JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 | Santino
JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 | Simone
JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 | Tanja
JA zur Initiative «Kinder ohne Tabak» am 13. Februar 2022 | Thomas